Tipps und Tricks rund um den Wein

Lagerung:Unsere Weine sollten Sie liegend, am besten im Dunkeln lagern, damit der Kork immer feucht bleibt.
Die Temperatur sollte vor allen Dingen gleichmäßig bleiben, also möglichst Temperaturschwankungen vermeiden. Bei längerer Lagerung sollte die Temperatur nicht über 10° C liegen!
Nach dem Transport der Flaschen sollte der Wein mindestens 8 Tage ruhen, damit er sich wieder "beruhigen" und so seine Feinheiten optimal entfalten kann.
Trinktemperaturen: Rotwein trinkt man am besten bei 15° - 20° C. Mindestens eine halbe Stunde vor dem Genuß sollte die Flasche schon geöffnet werden, damit der Wein "atmen" kann; besser noch ist es, den Wein in eine Karaffe umzufüllen!
Rosee und Weißherbst werden als weißgekelterte Weine etwas kühler genossen, - bei 9° - 14° C.
Beim Weißwein liegt die Trinktemperatur ebenfalls bei 9° - 14° C. Wird der Alkoholgehalt etwas höher, darf auch die Trinktemperatur etwas höher sein: 13° - 15°C.
Für alle Weine gilt: der Übergang von der Lagertemperatur zur Trinktemperatur sollte nicht zu schnell stattfinden. Dies "zerreißt" den Wein unnötig und die Aromen haben es schwer, sich in all ihrer Harmonie darzustellen.
Sekt und Perlwein werden zwischen 6° und 10° C genossen.
Das Sektglas sollte einen Mousseux-Punkt haben. So kann sich die feine Kohlensäure, die sich nach langer Reife in den Flaschen gebildet hat, wesentlich besser entfalten.
Das Öffnen der Flasche Schneiden Sie die Kapsel etwas unterhalb der Flaschenöffnung sauber ab.(Bei vielen Kapseln ist dafür schon ein Streifen eingearbeitet, der ein Kapselmesser überflüssig macht). Sie sollten auf keinen Fall die Kapsel bündig mit der Flaschenöffnung abschneiden, da sonst der Wein beim Einschenken mit dem Kapselmaterial in Berührung kommt - und dies wirkt sich bei manchen Kapselmaterialien negativ auf den Geschmack des Weines aus.
Benutzen Sie einen guten Korkenzieher. Dieses Instrument ist dann gut, wenn es möglichst kraftschonend zu handhaben ist. Denn der Korken soll nicht mit einem Ruck aus der Flasche gezogen werden, weil sich sonst enthaltener Weinstein oder ein Gerbstoffdepot durcheinander geschüttelt werden. Auf jeden Fall werden die Aromen "zerrissen", was dem Geschmack des Weines abträglich ist.
Der Korkenzieher sollte eine "Seele" besitzen. Diese sollte so breit sein, dass man ein Streichholz zwischen den Windungen hindurchschieben kann. So ist die Gefahr wesentlich geringer, dass der Korken beim Herausziehen abreißt.
Das Glas Die Form des Weinglases ist für den Geschmack des Weines von großer Bedeutung. Es sollte etwas apfelförmig sein und nur zu ca. 2/3 gefüllt werden. So kann sich das Aroma des Weines im oberen Drittel voll entfalten.
Das Glas ist farblos, klar und möglichst ungeschliffen. Denn nur so ist es möglich, einen objektiven Eindruck von Farbe, Klarheit, Tiefe und Brillanz zu bekommen.
Der Stiel (Schaft) darf nicht zu kurz sein, damit die Hand genügend Platz zum Halten findet, ohne das eigentliche Glas (Cuppa) zu berühren. Denn die Hand würde sonst den Wein unnötig erwärmen; Fingerabdrücke würden die Klarheit des Glases beeinträchtigen.
Wenn Sie verschiedene Weine vergleichen wollen, sollten Sie darauf achten, daß Sie immer ein gleich geformtes Glas verwenden.
Die Weinprobe Am besten kommen die Weine zur Geltung, wenn sie in einer Rangordnung verkostet werden, die ihrer Art entspricht. Dem entsprechend ergeben sich vier Möglichkeiten für verschiedene Reihenfolgen:
  • Nach den Weinarten:
    Weißwein - Roséwein - Rotwein
    Zuvor kann man einen trockenen weißen Sekt anbieten, zum Abschluß eignet sich ein lieblicher Rotsekt.
  • Nach den Geschmacksrichtungen:
    säurereich - herb - trocken - mild -lieblich - gehaltvoll - ausdrucksvoll - süß
  • Nach den Qualitäten:
    Tafelweine - Qualitätsweine - Prädikatsweine (Kabinett, Spätlese, Auslese)- Spitzenweine (Beerenauslese, Eiswein, Trockenbeerenauslese)
  • Nach dem Alter:
    junge Weine - ältere Weine
Um den Geschmack des Weines nicht zu verfälschen, sollte bei einer Weinprobe möglichst auf Käse (zumindest intensivere Sorten) verzichtet werden. Besser ist ein einfaches Brot, am besten Weißbrot oder französisches Baguette.